Weichen für Partnerschaft mit Xiamen gestellt
Oberbürgermeister Klaus Jensen warb auf der Grundlage eines „ganzen Bündels von Motiven“ für eine offizielle Besiegelung des kommunalen Miteinanders und sprach sich gegen eindimensionale Sichtweisen aus. Von dem Brückenschlag ins Reich der Mitte könnten beide Städte profitieren. Im Hinblick auf die Menschenrechtsfrage sagte Jensen, man werde in Einzelgesprächen selbstverständlich auch Dinge thematisieren, die „schwierig sind“. Der Rat hatte sich in einem Ergänzungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für eine Berücksichtigung dieses Themas ausgesprochen und die Partnerschaft auch als Initiative zur „politischen und kulturellen Öffnung“ gewertet.
Als wichtige Basis für die künftige Zusammenarbeit wird das im Oktober 2008 an der Universität Trier gegründete Konfuzius-Institut mit verschiedenen Erfahrungsaustauschen und Begegnungsforen gesehen. Auch dem zu vertiefenden Schüleraustausch wird als tragendes Element der Völkerverständigung große Bedeutung beigemessen. Das Konfuzius-Institut will mit der finanziellen Förderung über Sponsoren die Austausche begleiten und organisieren.
Trierer 2006 zu Gast
Auch die im April 2008 gegründete Deutsch-Chinesische Gesellschaft Trier (DCG) möchte sich aktiv in den kommunalen deutsch-chinesischen Brückenschlag einbringen. Als Vorbild dienen die bereits bestehenden Partnerschaftsgesellschaften. Erster Präsident der DCG ist Triers früherer Baudezernent Peter Dietze. Der Stadtrat begrüßt ausdrücklich, dass die Gesellschaft das Miteinander zwischen Trier und Xiamen mit einer Reihe von Aktivitäten im wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Bereich fördern will. Zum Aufgabenkatalog gehören auch private Beziehungen und touristische Aktivitäten.
Nach dem Besuch der Trierer Delegation vom Oktober 2006, dem neben Stadtvorstandsmitgliedern und Vertretern der Stadtratsfraktionen auch Repräsentanten der Universität, der Fachhochschule und der Wirtschaft angehörten, soll nun eine offizielle Einladung für einen Delegationsbesuch aus Xiamen in die Moselmetropole für den Herbst ausgesprochen werden. Der Trierer Gegenbesuch in Xiamen mit einer Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde könnte dann im Herbst 2010 erfolgen.
















